Verzugszins: Definition, Höhe und Folgen bei Zahlungsverzug

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Kredit-Lexikon · Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026

Kurz erklärt: Der Verzugszins ist der zusätzliche Zins, der bei verspäteter Zahlung anfällt. Bei Verbraucherdarlehen beträgt er fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.

Was ist der Verzugszins?

Zahlen Sie eine Rate nicht rechtzeitig, kann die Bank auf die offene Summe Verzugszinsen berechnen. Bei Verbraucherdarlehen liegt der gesetzliche Satz fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (§ 497 BGB).

Weitere Folgen

Mahnkosten können hinzukommen. Wer mit zwei aufeinanderfolgenden Raten im Verzug ist, riskiert die Kündigung nach Nachfristsetzung. Außerdem kann ein Schufa-Eintrag entstehen.

Was tun bei Zahlungsproblemen?

Sprechen Sie frühzeitig mit der Bank und fragen Sie nach Ratenpause oder Stundung. Eine Schuldnerberatung kann zusätzlich helfen.

Beispiel

Bei einer offenen Rate von 300 Euro entstehen über einige Wochen nur geringe Verzugszinsen. Gravierender sind Mahnkosten und die Gefahr einer Kündigung bei mehreren offenen Raten.

Das sollten Sie wissen

  • Der Basiszinssatz wird von der Bundesbank veröffentlicht.
  • Verzugszinsen dürfen nicht beliebig erhöht werden.
  • Eine Kündigung ist an strenge Voraussetzungen geknüpft (§ 498 BGB).

Häufige Fragen zu Verzugszins

Wie hoch ist der Verzugszins?

Fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz bei Verbraucherdarlehen.

Darf die Bank sofort kündigen?

Nein, erst bei erheblichem Rückstand und nach Fristsetzung.

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Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Beratung. Angaben ohne Gewähr, Stand Oktober 2026.