Vorfälligkeitsentschädigung: Definition, Höhe und Berechnung

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Kredit-Lexikon · Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026

Kurz erklärt: Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Zahlung an die Bank, wenn Sie einen Kredit vorzeitig zurückzahlen. Bei Ratenkrediten ist sie gesetzlich begrenzt (§ 502 BGB).

Was ist die Vorfälligkeitsentschädigung?

Zahlen Sie einen Kredit früher zurück, entgehen der Bank Zinsen. Dafür darf sie eine Entschädigung verlangen, muss sie aber im Vertrag vorsehen und begründen.

Höhe bei Ratenkrediten

Höchstens ein Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Betrags, bei einer Restlaufzeit von höchstens zwölf Monaten 0,5 Prozent. Sie darf zudem nicht höher sein als die Zinsen, die bis zum regulären Ende angefallen wären.

Wann entfällt sie?

Zum Beispiel, wenn die Rückzahlung aus einer Restschuldversicherung erfolgt oder die Vertragsangaben zu Laufzeit, Kündigungsrecht oder effektivem Jahreszins fehlen.

Beispiel

Sie zahlen einen Kredit mit 12.000 Euro Restschuld und 36 Monaten Restlaufzeit vorzeitig zurück. Die Bank darf höchstens 120 Euro verlangen.

Das sollten Sie wissen

  • Bei Immobilienkrediten gelten andere, oft höhere Berechnungen.
  • Viele Banken verzichten bei Ratenkrediten ganz darauf.
  • Lassen Sie sich die Berechnung erklären.

Häufige Fragen zu Vorfälligkeitsentschädigung

Muss ich die Entschädigung immer zahlen?

Nur wenn sie im Vertrag vorgesehen ist und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Wie hoch ist sie bei Baukrediten?

Sie richtet sich nach dem Zinsschaden der Bank und kann deutlich höher sein.

Verwandte Begriffe

Mehr Hintergrund: Ratgeber Vorfälligkeitsentschädigung · Alle Fachbegriffe

Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Beratung. Angaben ohne Gewähr, Stand Oktober 2026.