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Was ist ein Forward-Darlehen?
Das Forward-Darlehen ist ein Immobilienkredit mit verzögertem Auszahlungstermin. Sie vereinbaren heute Konditionen für einen Kredit, der erst später ausgezahlt wird, meist um eine auslaufende Finanzierung abzulösen. So schützen Sie sich gegen steigende Zinsen bis zum Ende der Zinsbindung.
Was kostet die Absicherung?
Banken berechnen für die Wartezeit einen Zinsaufschlag, den Forward-Aufschlag. Je länger der Vorlauf, desto höher der Aufschlag. Üblich sind Vorlaufzeiten von bis zu fünf Jahren. Ob sich das Forward-Darlehen lohnt, hängt davon ab, wie sich die Marktzinsen bis zum Anschluss entwickeln. Das kann niemand sicher vorhersagen.
Für wen eignet es sich?
Das Forward-Darlehen passt zu Eigentümern, die planbare Raten wollen und Zinsänderungsrisiken scheuen. Wer auf sinkende Zinsen hofft oder flexibel bleiben möchte, wartet besser mit dem Abschluss.
Beispiel
Ihre Zinsbindung endet in 24 Monaten. Die Bank bietet für heute einen Forward-Zins von 4,0 %, während ein sofort startender Kredit 3,7 % kosten würde. Der Aufschlag von 0,3 Prozentpunkten ist der Preis für die Zinssicherheit.
Das sollten Sie wissen
- Forward-Darlehen binden Sie verbindlich, auch wenn der Marktzins später sinkt.
- Oft wird eine Bereitstellungsprovision fällig, wenn Sie nicht abrufen.
- Nach zehn Jahren besteht ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht (§ 489 BGB).
Häufige Fragen zu Forward-Darlehen
Wie lange im Voraus kann ich ein Forward-Darlehen abschließen?
Je nach Bank bis zu etwa fünf Jahre vor Ende der Zinsbindung.
Lohnt sich ein Forward-Darlehen immer?
Nein. Es lohnt sich nur, wenn die Marktzinsen bis zum Anschluss mehr steigen als der Aufschlag kostet.
Dr. Klein (Werbung) Deutsche Bank (Werbung) Commerzbank (Werbung)
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