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Was bedeutet Anschlussfinanzierung?
Bei einer Baufinanzierung ist der Zinssatz meist nur für einen begrenzten Zeitraum festgeschrieben, zum Beispiel zehn oder fünfzehn Jahre. Ist der Kredit dann noch nicht vollständig getilgt, muss die Restschuld neu finanziert werden. Das nennt man Anschlussfinanzierung. Sie kann bei der bisherigen Bank erfolgen (Prolongation) oder bei einer anderen Bank (Umschuldung).
Wann sollte man sich kümmern?
Idealerweise ein bis zwei Jahre vor dem Ende der Zinsbindung. Wer wartet, riskiert, dass die Zinsen gestiegen sind und die Bank die Konditionen diktiert. Wer früh handelt, kann mit einem Forward-Darlehen den heutigen Zins für später sichern.
Beispiel
Ein Paar hat nach zehn Jahren noch 140.000 Euro Restschuld. Das Angebot der Hausbank liegt bei 4,0 %, ein anderes Institut bietet 3,6 %. Bei 140.000 Euro bedeutet der Unterschied von 0,4 Prozentpunkten rund 560 Euro Zinsen pro Jahr.
Das sollten Sie wissen
- Nach zehn Jahren besteht ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht nach § 489 BGB.
- Vergleichen lohnt sich, weil Hausbanken bei der Prolongation oft nicht am günstigsten sind.
- Ein Forward-Darlehen sichert Konditionen bis zu mehreren Jahren im Voraus, meist mit Aufschlag.
Häufige Fragen zu Anschlussfinanzierung
Muss ich bei der gleichen Bank bleiben?
Nein. Sie können nach Ablauf der Zinsbindung oder nach zehn Jahren die Bank wechseln.
Wie früh sollte ich anfragen?
Etwa zwölf bis vierundzwanzig Monate vor Ende der Zinsbindung.
Dr. Klein (Werbung) Deutsche Bank (Werbung) Commerzbank (Werbung)
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