Beleihungswert: Definition und Unterschied zum Verkehrswert

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Kredit-Lexikon · Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026

Kurz erklärt: Der Beleihungswert ist der vorsichtig ermittelte Wert einer Immobilie, den die Bank als Sicherheit ansetzt. Er liegt meist unter dem Kaufpreis.

Was ist der Beleihungswert?

Banken bewerten Immobilien nach dem nachhaltig erzielbaren Wert und ziehen Sicherheitsabschläge ab. Das Ergebnis ist der Beleihungswert. Er ist die Grundlage für den Beleihungsauslauf, also den Anteil des Darlehens am Beleihungswert.

Warum weicht er vom Kaufpreis ab?

Der Kaufpreis spiegelt den aktuellen Marktpreis, der Beleihungswert berücksichtigt Risiken wie Wertschwankungen, Objektzustand und Lage. Bei besonderen Objekten fällt der Abschlag höher aus.

Beispiel

Ein Haus kostet 400.000 Euro, die Bank setzt einen Beleihungswert von 360.000 Euro an. Bei 300.000 Euro Darlehen beträgt der Beleihungsauslauf rund 83 Prozent.

Das sollten Sie wissen

  • Je niedriger der Beleihungsauslauf, desto günstiger der Zins.
  • Ein Gutachten kann den Wert festlegen.
  • Eigenkapital senkt den Beleihungsauslauf.

Häufige Fragen zu Beleihungswert

Wer ermittelt den Beleihungswert?

Die Bank selbst oder ein von ihr beauftragter Gutachter.

Ist er immer niedriger als der Kaufpreis?

Meist ja, weil Banken vorsichtig bewerten.

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Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Beratung. Angaben ohne Gewähr, Stand Oktober 2026.