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Was ist ein Annuitätendarlehen?
Das Annuitätendarlehen ist die häufigste Kreditform in Deutschland, sowohl bei Ratenkrediten als auch bei Immobilienfinanzierungen. Der Kreditnehmer zahlt über die gesamte Zinsbindung oder Laufzeit eine gleich hohe Rate, die Annuität. Sie besteht aus einem Zinsanteil, der auf die aktuelle Restschuld berechnet wird, und einem Tilgungsanteil, der die Restschuld senkt.
Wie funktioniert die Berechnung?
Zu Beginn ist die Restschuld hoch, deshalb ist der Zinsanteil groß und der Tilgungsanteil klein. Mit jeder Rate sinkt die Restschuld, die Zinsen werden geringer, und ein größerer Teil der Rate fließt in die Tilgung. Bei Baufinanzierungen legt man meist eine anfängliche Tilgung von mindestens zwei Prozent fest. Je höher die anfängliche Tilgung, desto schneller ist der Kredit abbezahlt.
Beispiel
Ein Darlehen über 200.000 Euro mit 3,5 % Sollzins und 2 % anfänglicher Tilgung hat eine Jahresrate von 5,5 % der Darlehenssumme, also 11.000 Euro oder rund 916,67 Euro pro Monat. Im ersten Jahr entfallen etwa 7.000 Euro auf Zinsen und 4.000 Euro auf Tilgung. Im Lauf der Jahre dreht sich das Verhältnis.
Das sollten Sie wissen
- Die Rate bleibt gleich, Zins- und Tilgungsanteil verschieben sich.
- Sondertilgungen senken die Restschuld und damit künftige Zinsen.
- Eine höhere Anfangstilgung verkürzt die Laufzeit und spart Zinsen.
- Beim Ratenkredit ist die Annuität ebenfalls Standard.
Häufige Fragen zu Annuitätendarlehen
Wie berechnet man ein Annuitätendarlehen?
Die Rate ergibt sich aus Darlehenssumme, Zinssatz und Laufzeit oder Tilgung. In der Praxis nutzt man dafür einen Kreditrechner.
Ist ein Annuitätendarlehen besser als ein Ratenkredit?
Beides folgt demselben Prinzip. Der Begriff Annuitätendarlehen wird häufiger für Immobilienkredite verwendet.
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