Aktiv-Passiv-Methode: Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung

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Kredit-Lexikon · Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026

Kurz erklärt: Die Aktiv-Passiv-Methode ist ein von der Rechtsprechung anerkanntes Verfahren, mit dem Banken den Zinsschaden bei vorzeitiger Rückzahlung eines Immobiliardarlehens berechnen.

Was bedeutet die Methode?

Die Bank vergleicht den Zins, den sie bis zum Ende der Zinsbindung erhalten hätte, mit der Rendite, die sie bei Wiederanlage des zurückgezahlten Geldes erzielt. Die Differenz ist der Zinsschaden, abzüglich ersparter Verwaltungskosten und Risikokosten.

Warum ist sie wichtig?

Sie bestimmt die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung bei Immobilienkrediten. Fehler in der Berechnung sind nicht selten. Lassen Sie sie prüfen, zum Beispiel bei einer Verbraucherzentrale.

Beispiel

Bei 150.000 Euro Restschuld, drei Jahren Restzinsbindung und einem Zinsvorteil von 1,5 Prozentpunkten kann die Entschädigung mehrere tausend Euro betragen.

Das sollten Sie wissen

  • Gilt für Immobiliardarlehen, nicht für Ratenkredite.
  • Es gibt auch die Aktiv-Aktiv-Methode.
  • Nach zehn Jahren entfällt die Entschädigung bei Kündigung nach § 489 BGB.

Häufige Fragen zu Aktiv-Passiv-Methode

Wer berechnet die Entschädigung?

Die Bank, sie muss die Rechnung nachvollziehbar darlegen.

Kann ich sie prüfen lassen?

Ja, etwa bei Verbraucherzentralen oder spezialisierten Anwälten.

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Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Beratung. Angaben ohne Gewähr, Stand Oktober 2026.