Sollzins (Nominalzins): Definition und Unterschied zum effektiven Jahreszins

Werbung – diese Seite enthält Affiliate-Links. Mehr dazu

Kredit-Lexikon · Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026

Kurz erklärt: Der Sollzins, auch Nominalzins, ist der reine Zinssatz auf die Restschuld eines Kredits ohne Nebenkosten. Für den Vergleich zählt der effektive Jahreszins.

Was ist der Sollzins?

Der Sollzins gibt an, wie viel Prozent Zinsen die Bank pro Jahr auf den ausstehenden Kreditbetrag berechnet. Bei Ratenkrediten ist er in der Regel über die gesamte Laufzeit fest („gebundener Sollzins“). Bei Baufinanzierungen ist er für die Dauer der Zinsbindung festgeschrieben.

Sollzins und effektiver Jahreszins

Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich zwingende Kosten und die monatliche Zinsverrechnung. Er ist deshalb höher oder gleich dem Sollzins. Wer nur auf den Sollzins schaut, kann Angebote falsch einschätzen.

Gebunden und variabel

Gebundene Zinssätze bleiben stabil, variable passen sich dem Markt an. Ratenkredite haben meist feste Zinsen, Rahmenkredite und Dispo variable.

Beispiel

Bei 10.000 Euro, 48 Monaten und 6 % Sollzins beträgt die Rate 234,85 €. Der Sollzins gilt auf die jeweilige Restschuld, nicht auf die ursprüngliche Summe.

Das sollten Sie wissen

  • Sollzins ohne Gebühren und effektiver Jahreszins liegen dicht beieinander.
  • Beworbene „ab“-Zinsen sind meist Sollzins oder effektiver Zins für Top-Bonität.
  • Variable Zinsen können sich ändern.

Häufige Fragen zu Sollzins

Ist Sollzins gleich Nominalzins?

Ja, die Begriffe meinen dasselbe.

Warum weicht der effektive Zins ab?

Wegen Gebühren und monatlicher Zinsverrechnung.

Passende Angebote (Werbung): Konditionen werden individuell berechnet, bitte beim Anbieter prüfen.

1822direkt (Werbung) auxmoney (Werbung) Consors Finanz (Werbung)

Verwandte Begriffe

Mehr Hintergrund: Ratenkredit-Ratgeber · Alle Fachbegriffe

Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Beratung. Angaben ohne Gewähr, Stand Oktober 2026.